Zuschuss Pflegekasse bei längerem Aufenthalt in der Kurzzeitpflege

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    • Zuschuss Pflegekasse bei längerem Aufenthalt in der Kurzzeitpflege

      Guten Tag zusammen,

      mein Vater, 81 Jahre und schwer dement, damals noch Pflegestufe 2, wurde letztes Jahr also 2016 dreimal täglich von der Diakonie versorgt; er lebte bereits acht Jahre nach dem Tod meiner Mutter alleine; die Pflegestufe habe ich erst obwohl längst überfällig, Ende 2015 beantragt und sofort bekommen. Aufgrund der Demenz war die letzte Zeit für alle Beteiligten ein täglicher Kampf und so habe ich ihn im April letzten Jahres zu mir geholt (ich lebte 400 km entfernt, voll berufstätig); er kam in die Kurzzeitpflege eines auf Demenz spezialisierten Heimes; wer sich mit Demenz auskennt weiß, das viele eine rasche Verschlechterung aufgrund des Ortswechsels durchlaufen. Plan war, ihn nach Kurzzeit- und Verhinderungspflege dort stationär unterzubringen, was aber aufgrund der Warteliste letzlich sechs Monate gedauert hat. In diesen sechs Monaten hat er also als Selbstzahler dort gelebt, da ich ihn nicht mehr nach Hause nehmen konnte u.a. wegen Weglauftendenz; der Platz kostete EUR 5373,00 pro Monat, also EUR 32.238,00 für das halbe Jahr, den er mit seinen Ersparnissen bezahlt hat (die nun auch komplett weg sind). Meine Frage: Gibt es Möglichkeiten, dass sich die Pflegekasse an den entstandenen Kosten beteiligt? Oder kann ich zumindest Pflegegeld beantragen (rückwirkend), da ich jeden Tag sieben Mal die Woche von 14:30 Uhr bis 20 Uhr dort war, weil er keine Hilfe anderer zugelassen hat? Vielen Dank für die Hilfe
    • Also, friedapink,
      sofern Ihr Vater bis Ende 2016 der Pflegestufe 2 zugeordnet war, steht ihm per 1.1.2017 der Pflegegrad 3 zu. Sollte zudem eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (z.B. Demenz oder psych. Erkrankung) festgestellt worden sein, stünde ihm der Pflegegrad 4 zu.
      Bei vollstationärer Pflege zahlt die Pflegekasse monatlich 1.775 Euro zzgl. 266 Euro. (Pflegegrad 3: 1.262 Euro) Der Eigenanteil beträgt etwa 580.- Euro. Im Falle von Hilfebedürftigkeit kann Ihr Vater für den darüber liegenden Anteil beim Sozialamt Sozialhilfe nach dem 4. Kap des SGB XII nebst Pflegehilfe nach dem 7. Kap. des SGB XII beantragen. Die Pflegehilfe bzw. Zuschuss zu den Heimkosten werden individuell berechnet. Das Existenzminimum für Ihren Vater dürfte wohl nur in Form eines geringen Taschengeldes zusätzlich gewährt werden.

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    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."