Investitionskosten für Betreuungs- und Entlastungsleistungen, ein MUSS ??

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    • Investitionskosten für Betreuungs- und Entlastungsleistungen, ein MUSS ??

      Hallo zusammen,

      vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen: meine Mutter und ihre Cousine haben jeweils den Pflegegrad 2.
      Beide haben eine Haushaltshilfe von einem ambulanten Pflegedienst.

      Meine Mutter zahlt bei jeder Rechnung von diesem die Position Investitionskosten für Betreuungs- und Entlastungsleistungen.
      Ihre Cousine hingegen nicht! Warum ?

      Als ich mit dem Pflegedienst telefoniert habe, hat dieser mir mitgeteilt, daß dieser Posten sozusagen die eigenen Kosten wie Büro, Auto etc. des Pflegedienstes auf die Patienten umlegt. Das sei mit den Krankenkassen so verhandelt.

      Also so ähnlich wie wenn ein Steuerberater ganz unten auf der Rechnung die Position "Porto, Auslagen" abrechnet um seine Kontogebühren, Papier, etc. abzudecken.

      Aber wieso macht das dann der Pflegedienst meiner Mutter nicht ?

      Wer kennt sich hier aus ?

      Vielen Dank schon mal.
    • Hallo,
      also, Investitionskosten dürfen von den Pflegediensten abgerechnet und auf den Patienten umgelegt werden. Die Pflegekasse zahlt diese nicht. Erhält der Patient neben der Rente noch ergänzende Leistungen nach dem 4. Kap. des SGB XII, dann muss der Pflegedienst mit dem zuständigen Sozialamt abrechnen. Der Patient bleibt dann von den Kosten verschont.

      Beim Pflegegrad 2 leistet die Pflegevers. Pflegegeld in Höhe von monatlich 316 Euro - oder - Pflegesachleistung von 689 Euro. Zusätzlich gibt es dann noch den Betreuungsbetrag von 125 Euro. Letztes ist zweckgebunden und wird direkt an den Pflegedienst ausbezahlt.
      Durch Antrag bei der Pflegekasse auf Kombinationsleistung und geschickte Verteilung von Sachleistung und Hauswirtschaft durch einen Pflegedienst, kann man so ca. 200 Euro an sich überweisen lassen und davon locker die Investitionskosten begleichen. Die Berechnung erfolgt prozentual.

      Beispiel:
      Der Patient benötigt an Sachleistung 350 Euro, das sind 50,8 % aus 689 Euro. Verbleibt an Pflegegeld: 100 - 50,8 = 49,2 %.
      49,2 % aus 312 Euro sind 153,50 Euro. Das wird an den/ die Patientin überwiesen.

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