Kostenübernahme Pflegeheim Sozialamt

    • Kostenübernahme Pflegeheim Sozialamt

      Hallo.

      Ich bitte um Information zu folgender Situation :

      Meine Mutter befindet sich im Pflegeheim seit 6 Monaten, geschützter Bereich, Pflegegrad 4, Demenz.
      Mein Vater ist Betreuer. Weil etwas Geld vorhanden ist, trägt mein Vater derzeit Kosten in Höhe von ca. €1800.-.
      Das ist mehr als seine Rente nach 50 Jahren Arbeit. Der Heimplatz kostet etwa €3300.-

      Meine Mutter hat kleine Rente €300.-
      Nun war die Idee, Antrag Hilfe zur Pflege zu stellen.
      Normal würde mein Vater in 2021 ca. €20000.- zahlen mit Taschengeld, Medikamente Gerichtskosten, evtl. Gutachter, Fahrten ect.
      Wenn nun Antrag gestellt wird, es ist eine Eigentumswohnung vorhanden, Vater / Mutter, ca. €24000.- und etwas Sparguthaben Vater, dann hatte ich die Idee,
      das man im Grunde €12000.- an das Sozialamt zahlt, Auszahlung Wohnung. Was aber bleibt meinem Vater ?
      Nach meiner Info €1000.- und €10000.- Schonvermögen. Davon könnte er sich aber kein neues Auto mehr kaufen, keine Waschmaschine u.s.w. ???
    • Hallo,

      noch keine Antwort hier. Dann versuche ich es mal. Zunächst ist der Sachverhalt noch etwas wirr. Das müssen wir ggf. noch klären. Als erstes wäre folgendes festzustellen. Die Eheleute bilden eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft (§ 19 Abs.3 SGB XII). Die Gewährung der Sozialhilfe ist abhängig vom Einkommen und Vermögen beider Eheleute.

      Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem Ehepartner, welcher zu Hause verbleibt, genug Einkommen verbleibt um weiter zu wirtschaften. Ggf. kann er etwas an seinen Partner im Heim abgeben. Das sind sehr komplexe Berechnungen die da durch das Sozialamt gemacht werden.
      Die Wohnung gehört zum Vermögen. Die Wohnung ist zunächst geschützt und muss nicht eingesetzt werden (§ 90 Abs. 2 Nr. 8 SGB XII). Sie muss also nicht verkauft werden oder so. Zu beachten ist aber, dass diese Schutz wegfällt, wenn der Heimbewohner verstorben ist und keine Sozialhilfe mehr braucht. Dann kann das Amt die Sozialhilfe der letzten 10 Jahre zurück verlangen. Bevor also die Erben die "Hand aufmachen" können, holt sich das Sozialamt ggf. die Kosten zurück.

      Soweit in Kürze. Wenn sich noch Fragen ergeben..... gerne hier

      MfG :)

    Impressum

    Datenschutz

    Ein Angebot des Vereins "Für soziales Leben e.V."