Verhinderungspflege komplett ausnutzen, ist man nicht dumm, wenn man Geld verfallen lässt?

    • Verhinderungspflege komplett ausnutzen, ist man nicht dumm, wenn man Geld verfallen lässt?

      Hallo
      Meine Mutter ist momentan 1 Tag die Woche in der Tagespflege. Sie hat Pflegestufe 3.
      Es stehen dafür max. 12xx Euro pro Monat zur Verfügung, laut Schreiben der Pflegekasse.
      Wir müssen 60 Euro pro Tag für die Tagespflege bezahlen, was wir aber ja von der Pflegekasse wieder bekommen.
      Also pro Monat dann wohl 240 Euro....
      Also gehen 240 Euro aus dem Topf pro Monat weg, also von den 12xx Euro....weil es aus den gleichen budget/ topf kommt.
      Ich könnte also noch über 800 Euro pro Monat für die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen?
      Rechne ich da richtig?
      Wie greife ich nun diesen "Überschuss" ab? oder ein Teil davon....
      Habt Ihr einen Tipp?
      Wir können uns nicht leisten da was zu verschenken....
      Man kann sich das nicht genutzte Budget der Verhinderungspflege nicht auszahlen lassen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rubi75 ()

    • Hallo,

      Rubi75 schrieb:

      Ich könnte also noch über 800 Euro pro Monat für die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen?
      Rechne ich da richtig?
      nein, da liegst du falsch. Die Tagespflege ist ein Topf für sich. Genau so groß, wie die Sachleistungen, im PG 3 also 1298,-. Es erscheint auch fragwürdig, dass du die Tagespflege selber bezahlst. Hier gilt es zu unterscheiden
      • die eigentlichen Pflegekosten nebst Ausbildungspauschale
      • Kosten für Unterkunft und Verpflegung
      • Investitionskosten
      Die Pflegekasse zahlt nur ersteres. Und dies wird zwischen Pflegekasse und Tagespflege direkt abgerechnet. Nur wenn die Kosten größer als das Töpfchen sind, geht der übersteigende Teil auch an den Pflegebedürftigen. Ist eben nur eine "Teilkasko".
      Die letzten beide Punkte gehen als Privatrechnung an den Pflegebedürftigen. Diesen Teil kann man sich allenfalls auf den Entlastungsbetrag (125/Monat) anrechnen lassen. Wenn man also Entlastung für die Pflegepersonen möchte (Pflegeperson = die Helfer beim Pflegebedürftigen), dann sollte man das Töpfchen der Tagespflege weitest gehend ausnutzen, auch wenn der Eigenanteil für Investkosten etc. steigt. Wer finanziell schwach ist, kann hier auch Hilfe beim Sozialamt bekommen.

      Verhinderungspflege ist ein anders Töpfchen. Es soll helfen wenn die Pflegeperson wegen Urlaub oder ähnlich nicht da ist. Man kann Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege in einem gewissen Maß kombinieren oder umwidmen. Das Thema ist an anderer Stelle erklärt. Ich hatte es schon einmal verlinkt.

      LG

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