Die Bundesregierung plant ein Patientenrechtegesetz, dass die Rechte der Patienten im BGB bündelt und gleichzeitig stärkt.
Behandlungsfehler vermeiden
Das Verhältnis von Arzt und Patient, von Behandelndem und Patient sollte von Vertrauen geprägt. Doch ab und zu sind die Recht und Pflichten zwischen beiden Vertragsparteien streitig und die Gerichte müssen sich mit medizinischen Fällen befassen. Das ist vorzugsweise der Fall, wenn es um Behandlungsfehler geht.
In der Vergangenheit hatte die höchstrichterliche Rechtsprechung die Patientenrechte näher ausgestaltet und das Vertragsverhältnis von Patient und Arzt konkretisiert.
Jetzt liegt ein Gesetzesentwurf des Bundesjustiz- und Bundesgesundheitsministerium vor, der die von der BGH- und OLG-Rechtsprechung entwickelten Grundsätze des Arzthaftungsrechts in gesetzliche Vorschriften kleidet. Damit soll das Rechtsgebiet übersichtlicher gestaltet werden.
Bis heute gibt es rund 1,2 Millionen Demenzkranke Menschen in Deutschland. Diese Altersverwirrten erhalten keine oder nur wenig Hilfe. Ihre Zahl wird sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln.
Pflegereform
Nun sollen eine halbe Million Demenzkranke durch die Pflegereform mehr Geld erhalten. In den verschiedenen Pflegestufen solle es ab Januar 2013 höhere Leistungen zwischen 70 und 215 Euro pro Monat geben. Der Gesundheitsminister erklärte hierzu, dies sei eine deutliche Verbesserung für Demenzkranke. Sozialverbände hingegen halten die Reformpläne für unzureichend.
Eine Umfrage des Instituts GfK Healthcare für den Gesundheitsmonitar 2011 ergab, dass respektvoller Umgang und freundliches Pflegepersonal wichtigste Kriterien für die Auswahl eines Pflegeheimes sind. 98 Prozent der befragten halten es für wichtig, dass mit Pflegebedürftigen respektvoll umgegangen wird. Genauso viele achten darauf, dass das Pflegepersonal freundlich ist. 97 Prozent meinen, dass ausreichend Zeit für die Pflege wichtig sei, 95 Prozent achten auf die Anzahl der Pflegekräfte. Dieselbe Anzahl hält die Qualität der Nahrungsmittel für ein wichtiges Auswahlkriterium für das Pflegeheim.
83 Prozent der Befragten würden sich ein persönliches Bild machen wollen, wenn sie für sich oder Angehörige eine Pflegeeinrichtung aussuchen müssten.
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Verschlagwortet mit Pflegeheim
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Am 1. Januar 2012 ist das Gesetz zur Familienpflegezeit in Kraft getreten. Pflegende Angehörige sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, ihren Beruf mit der Pflege besser vereinbaren zu können.
Pflegebedürftigkeit steigt
Nach der Statistik gab es im Dezember 2009 2,3 Millionen Menschen in Deutschland, die pflegebedürftig waren. Mehr als zwei Drittel davon, nämlich etwa 1,6 Millionen, wurden zu Hause versorgt. 1 Million Pflegebedürftige erhielten ausschließlich Pflegegeld, was darauf schließen lässt, dass diese fast ausschließlich durch Angehörige versorgt wurden.
Der Pflegenotstand ist in den letzten Monaten und Jahren immer wieder als Gespenst über die politische Bühne gehuscht. Nun nimmt er erste Formen an: bereits heute fehlen etwa 30.000 Pflegekräfte. Diese Zahl nannte der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Die Altenpflege sei massiv bedroht. Deshalb kam auch von dieser Seite die Forderung nach einer raschen Reform der Pflegeversicherung, auch mit Blick auf die fortschreitende Alterung der Gesellschaft. Wegen der weiter steigenden Zahl der Pflegebedürftigen werden nach Einschätzung des bpa bis zum Jahr 2020, also in 9 Jahren, 220.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht. Die Bundesregierung müsse rasch handeln und die Zuwanderung von Pflegekräften erleichtern.
Für viele Mensche ist es eine schwierige Entscheidung: welches Pflegeheim ist das richtige für mich oder meine Angehörigen? Wenn Menschen an “Altenheim” oder “Pflegeheim” denken, dann haben sie vor allem Angst vor Bevormundung und liebloser Behandlung. Die meisten Menschen hoffen, nie ihre Selbständigkeit aufgeben zu müssen. Doch wenn man das Statistische Bundesamt fragt, so rechnet dies damit, dass im Jahr 2030 in Deutschland 3,4 Millionen Menschen pflegebedürftig sein werden, 50 % mehr als im Jahr 2007.
Heute sind es meist die Frauen, die ihre Angehörigen pflegen. Das wird in der Zukunft immer weniger möglich sein, da der Beruf keine Zeit mehr dazu lassen wird.
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Pflegeheim-Check
Pflege bedeutet nicht nur, ältere Menschen zu betreuen, nein, auch ein jüngerer Körper muss “gepflegt” werden. Gerade dem Körper von schwangeren Frauen oder frisch gebackenen Müttern müsste viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, als es häufig der Fall ist. Nicht nur Vorsorgeuntersuchungen oder der Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses dienen der Gesunderhaltung des weiblichen Körpers. Eine moderate sportliche Betätigung sollte jede schwangere Frau in ihren Alltag integrieren, um die Leistung des eigenen Körpers zu unterstützen: die Muskulatur des Beckenbodens und des Rückens werden es danken, wenn sie in der Schwangerschaft und in den Wochen danach immer wieder angeregt und sanft belastet werden. Einer Beckenbodenschwäche kann lange im Voraus Einhalt geboten werden und auch Rückenschmerzen müssen nicht immer die Begleiterscheinung in einer Schwangerschaft sein. So kann jede Schwangere, die das Okay von ihrem Frauenarzt/ihrer Frauenärztin erhält, baldigst mit einer Schwangerschaftsgymnastik beginnen, die den Körper sanft in dieser Zeit unterstützt, die Muskeln kräftigt und dehnt und so zu einem individuellen Wohlgefühl beiträgt. In Lüdinghausen bietet die Hebammenpraxis Lüdinghausen derzeit in Kooperation mit LH-femme-vitale.de solch ein Programm an: Neben sanfter und doch intensiver Schwangerschaftsgymnastik gibt es eine Rückenschule, Rückbildungsgymnastik für Anfänger und Fortgeschrittene und Traninig, bei dem die Babys in der Trage oder dem Tragetuch aktiv in das Fitnessprogramm mit eingebunden werden. So ist für jede Frau etwas dabei, dem eigenen Körper was Gutes zu tun und sich fit und vital zu fühlen.
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Aus den Reihen des Diözesancaritasverbandes Münster ist Kritik am Pflege-TÜV gekommen. Der bisherige Pflege-TÜV solle durch ein neues System der Qualitätskontrolle ersetzt werden. Dieses neue System sei in einer Studie bereits getestet und für praktikabel gehalten worden, so ein Pflegewissenschaftler. Allerdings fehle bisher der politische Wille es einzuführen. Der Unterschied zum Pflege-TÜV bestehe darin, dass auf Noten verzichtet werde und stattdessen die Einrichtungen untereinander verglichen würden. Die Altenheime und Pflegedienste sollten die Daten selbst ermitteln. Diese würden stichprobenhaft von unabhängigen Stellen kontrolliert. Das neue System würde einen Anreiz für die Pflegeheime darstellen, die Qualität zu verbessern. Die Pflegenoten hingegen seien nicht geeignet, die Qualität der Pflege zu messen.
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Jugendliche, die zwischen Schule und Studium oder beruflicher Ausbildung ein am Gemeinwohl orientiertes längerfristiges ehrenamtliches Engagement im Ausland machen möchten, haben nun durch das Familienministerium (BMFSFJ) ein Institut an die Hand bekommen: Internationer Jugendfreiwilligendienst BMFSFJ. Dieser Freiwilligendienst ist in einer Richtlinie des Ministeriums festgelegt und wird öffentlich gefördert. So können Jugendliche im Ausland in Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen oder im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten. Der Internationale Jugendfreiwilligendienst, kurz IJFD, ist nicht ganz so oppulent wie das FSJ im Ausland ausgestattet. Die Freiwilligen müssen hier größere Eigeninitiative, auch finanziell, zeigen.
Die Altenpflege steckt in der Krise. Frauen, die ihre Mutter, ihren Vater pflegen, stehen in einer Dauerbelastung. Nun sollen viele kleine Maßnahmen eine Entlastung der Pflegesituation bringen. Doch eine Großaktion, wie sie viele Pflegeexperten fordern, bleibt aus.
Der Gesundheitsminister hat zunächst einmal nur ein “Danke” für die Angehörigen, die pflegen. Dann spricht er über VErbesserungen. Die Menschen, die kranke, demente oder gebrechliche Angehörige pflegen, sollten gemeinsam mit ihnen in Kur gehen können, weniger Papierkram abwickeln müssen, schneller Hilfsmittel bezahlt bekommen.
Die Politik müsse dafür aber die notwendigen Gelder bereitstellen, so der Gesundheitsminister. Über das Geld will er erst später sprechen, nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg.