Nicht nur positiv: Pflegegeld ändert sich nach dem 1. Januar 2017

Die gesetzliche Pflegeversicherung wird zum 1. 1. 2017 reformiert. Die Pflegebedürftigkeit definiert sich dann nicht mehr über Pflegestufen sondern über Pflegegrade. Es gibt 5 Pflegegrade. Auch die Leistungen der Pflegeversicherung ändern sich.

Pflegeantrag noch im alten Jahr

Es kann sich lohnen, einen Antrag auf Pflegeleistungen noch vor dem 1. Januar 2017 zu stellen. Das gilt vor allem für Menschen, die unter körperlichen Einschränkungen leiden und zu denen die Pflegestufe 1 passen würde.  All diejenigen, die in Pflegstufe 1 eingruppiert sind und 244 Euro monatliches Pflegegeld erhalten, wechseln im neuen Jahr automatisch zum Pflegegrad 2 und erhalten dann 316 Euro. Wird der Antrag erst 2017 gestellt, so wird der Pflegegrad 2 wohl nicht mehr erreicht werden. Hat man nur den Pflegegrad 1, so erhält man nur 125 Euro Pflegegeld von der Pflegeversicherung.

Pflegegrade kommen mit der Pflegereform 2017

Zum 1. Januar 2017 treten in der Pflegeversicherung einige wichtige Veränderungen in Kraft, die wir nachfolgend überblickmäßig darstellen:

Wer hat Anspruch auf die Leistungen aus der Pflegeversicherung?

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wird über Pflegegrade neu definiert. Körperliche und geistig-seelische Behinderungen stehen gleichberechtigt nebeneinander. Das bedeutet, dass alle Pflegebedürftigen mit körperlichen, psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung haben.

Wie viele Pflegegrade gibt es?

Fünf Pflegegrade, die sich nach der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit richten, ersetzen die bisherigen drei Pflegestufen. Der Hilfebedarf wird nicht mehr in Minuten gemessen. Der Grad der Selbstständigkeit eines Menschen legt fest, ob eine Pflegebedürftigkeit besteht oder nicht. Es wird als geprüft, ob jemand ohne Hilfe und Unterstützung von anderen sein Leben führen kann oder nicht. Die Prüfung wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) durchgeführt.

Plätze in der Pflegeausbildung gefährdet?

Die Ausbildungspauschale, die von nicht ausbildenden ambulanten Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen erhoben wird, ließ seit vier Jahren die Zahl der jungen Menschen in der Pflegeausbildung stark ansteigen. Prozentual betrug der Anstieg 75 Prozent, in absoluten Zahlen waren es 8000 angehende Pflegekräfte mehr – und zwar allein in NRW.

Bei der Ausbildungspauschale handelt es sich um ein Umlagesystem. Die Ausbildungsabgaben werden an die ausbildenden Pflegeanbieter ausgeschüttet.

Yoga und Pilates in Lüdinghausen

Pflege bedeutet nicht nur Pflege des kranken Körpers. Es ist viel wichtiger den gesunden Körper zu pflegen. Ein Weg hierzu ist es sich bei Yoga und Pilates zu entspannen. Finden sie zur inneren Kraft, Gelassenheit und Ausgeglichenheit im Yogastudio InMotion in Lüdinghausen. Den richtigen Yoga Kurs oder Pilates Kurs finden Sie in den Kursbeschreibungen für Yoga und Pilates des Yogastudios InMotion in Lüdinghausen.

Pflegereform: aus Pflegestufe wird Pflegegrad

Die Pflegeversicherung soll innerhalb der nächsten drei Jahre, bis 2017, grundlegend umgestaltet werden.
Es soll nicht mehr 3 Pflegestufen geben, sondern 5 Pflegegrade. Demenzkranke sollen verstärkt Geld aus der Pflegeversicherung bekommen. Seit April 2014 läuft eine Erprobungsphase, in der das neue Verfahren an 2000 Betroffenen ausprobiert werden soll.

Warum soll die Pflegeversicherung umgestellt werden?

Bei der Eingruppierung in eine von drei Pflegestufen muss der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) gegenwärtig prüfen, welche Verrichtungen Pflegepersonen für die Pflegebedürftigen leisten müssen. Viele Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten im Alltag (eingeschränkte Alltagskompetenz) sowie bei der Wahrnehmung und psychisch erkrankte Menschen passen nicht in dieses Raster der Pflegestufen. Mehr als eine viertel Million Demenzkranke werden überhaupt nicht von dem System der Pflegestufen erfasst. Die Pflegeversicherung will diese Menschen besser in ihre Leistungssystem einbeziehen.

Pflegebahr

Die Pflegezusatzversicherung soll vor dem Risiko schützen, zu einem Pflegefall zu werden. Viele Bundesbürger haben dieses Risiko in jungen Jahren jedoch nicht klar vor Augen.  Doch wer erst im Alter eine private Pflegeversicherung abschließen will, bekommt wegen bestehender gesundheitlicher Probleme in vielen Fällen keine Police mehr oder muss sie teuer bezahlen.
Die staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherung, Pflege-Bahr genannt, gibt es seit etwa einem Jahr.  Bei ihr findet keine Gesundheitsprüfung statt. Wer einen solchen Vertrag abschließt, erhält vom Staat jeden Monat 5 Euro an Zuschuss. Der Versicherungsnehmer muss allerdings selbst wenigstens 10 Euro in den Vertrag einzahlen.

Klauseln im Heimvertrag oft unzulässig

Nach einer Studie des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen enthalten Verträge für Heimbewohner oft unzulässige Klauseln.

Häufig sind die Klauseln auch unklar formuliert. Wer etwas nicht versteht, sollte sich vor dem Unterschreiben rechtliche Unterstützung einholen. Es helfen die Verbraucherzentralen und die Pflegestützpunkte vor Ort.