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Altenpflege vor Notstand
In 10 Jahren werden 300.000 zusätzliche Altenpfleger und Altenpflegerinnen notwendig sein, um die Nachfrage nach Pflegekräften abdecken zu können. Das erklärte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste. Der Markt sei jedoch leer. Es werde einen Pflegenotstand geben, nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch in ländlichen Regionen. Dem könne man nur mit einer verstärkten Umschulung un diner gesteuerten Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland begegnen. Da es in Polen bereits kein Personal mehr gäbe, sollte man Betreuer aus Serbien, Korea und den Philippinen anwerben. Die dem entgegenstehenden bürokratischen Hürden müssten abgebaut werden.
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Haushaltshelferinnen aus Polen
Es ist eine Tatsache, dass sich zehntausende von Frauen aus Osteuropa um Pflegebedürftige in deutschen Familien kümmern. Und das ist legal. Haushaltshelferinnen aus Osteuropa bieten eine bezahlbare Entlastung für die Angehörigen. Die Helferinnen aus Polen, Ungarn oder Tschechien sind angesichts immenser Pflegekosten oft die einzig bezahlbare Entlastung für erschöpfte Angehörige, die Schwerstpflegebedürftige rund um die Uhr zu Hause versorgen.
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Verschlagwortet mit Haushaltshilfe, Osteuropa, Pflegehilfe, Polen, Rumänien, Tschechien, Ungarn, ZVA
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Gesetzliche Pflegezeit kommt?
Die Bundesfamilienministerin will Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf eine zweijährige Pflegezeit für Angehörige geben. Sie plant, dass die Arbeitnehmer während dieser Zeit halt arbeiten und drei Viertel des Gehalts beziehen können. Wenn der Arbeitnehmer dann wieder voll arbeitet, soll er solahnge drei Viertel des Gehalts weiter bekommen, wie er zuvor in Teilzeit gearbeitet hat. Sein Gehaltskonto wird also zunächst überzogen und dann wieder ausgeglichen.
Aktuell besteht für Arbeitnehmer bereits die Möglichkeit, für die häusliche Pflege ein halbes Jahr aus dem Beruf auszusteigen. Viele Berufstätige befürchten dabei allerdings Nachteile. Aus diesem Grund soll ein Rechtsanspruch für eine Familien-Pflegezeit von zwei Jahren Dauer eingeführt werden.
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Sozialgericht Münster stoppt Qualitätsprüfung der Pflegeheime
Das Sozialgericht Münster hat im Januar per Beschluss entschieden, dass Pflegeheime die Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse durch den Medizinischen Dienst (MDK) im Internet verhindern können. Das Gericht hatte Zweifel an der Datenqualität, die dem Transparenzbericht zugrunde liegt.
Das Verfahren vor dem Sozialgericht war ein Eilverfahren. In ihm wurde die Veröffentlichung des Qualitätsberichts bis zur gerichtlichen Entscheidung im Hauptsacheverfahren untersagt. Ein Pflegeheim hatte sich gegen die Bewertung durch den MDK mit der Gesamtnote mangelhaft im Qualitätsbereich Pflege und medizinische Versorgung gewandt.
Das Gericht sah durch die Veröffentlichung der Note im Internet erhebliche Wettbewerbsnachteile des Pflegeheimes. Das Grundrecht der Berufsfreiheit des Heimträgers sei dadurch in unverhältnismäßiger Weise betroffen, solange veröffentlichte Ergebnisse auf unsicheren Tatsachengrundlagen beruhen, teilte das Gericht mit.
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Pflegenotstand: Pflegekräfte müssen im Akkord arbeiten
In NRW droht in den kommenden Jahren ein dramatischer Personalmangel in den Altenheimen und in der Altenpflege. Bis zum Jahr 2020 muss ein zusätzlicher Bedarf von 50.000 Pflegekräften im stationären und 27.000 Pflegerinnen und Pfegern im ambulanten Bereich gedeckt werden. Diese Zahlen hat das RWI, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung auf den Tisch gelegt. In einer Anhörung im Düsseldorfer Landtag zum Pflegenotstand kritisierte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi niedrige Löhne, hohe Arbeitsbelastung, fehlendes Personal und mangelnde Ausbildungsplätze. Sie bemängelte, dass Stundenlöhne für Pflegekräfte von 10 bis 11 Euro nicht ungewöhnlich seien. 52 Prozent der Altenpfleger bezeichnen ihre Arbeitsbedingungen als schlecht.
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Verschlagwortet mit Altenheim, Altenpflege, Altenpfleger, Altenpflegerin, Ausbildung, Personalmangel, pflegebedürftig, Pflegeheim
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Killervirus im Altenheim – Pflegeheim
Ein unbekannter Krankheitserreger hat in einem Alten- und Pflegeheim in Hildesheim in Rheinland-Pfalz zwei Menschenleben gefordert. Die Staatsanwaltschaft in Trier teilte mit, dass eine 85-jährige und eine 90-jährige Bewohnerin des Altenheims gestorben sind. Die Ermittler erklärten ein Todesermittlungsverfahren einzuleiten. Von dem Erreger seien elf Bewohner im Alter zwischen 51 und 94 Jahren befallen worden. Sie leiden an Atemnot, Durchfall, Erbrechen und Übelkeit. Ein Sprecher der Kreisverwaltung sagte: “Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was es ist.”
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Altenheime: Pflegequalität wird benotet
Am 1. April 2009 tritt das neue Pflegeversicherungsgestz in Kraft. Kernvorschrift ist: Jedes Heim muss die eigene, unabhängig ermittelte Pflegequalität in Form von Schulnoten veröffentlichen.
Die Qualität der pflegerischen Leistung wird künftig in den vier Bereichen Pflegerische Leistungen, Dienstleistungen und Organisation, Ärtzlich verordnete pflegerische Leistungen und Befragung der Kunden geprüft. Die Ergebnisse werden in Schulnoten umgerechnet. Ursprünglich hatte man zu der Ermittlung 250 Fragen vorgesehen. Nun sind es im stationären Bereich noch 82, im ambulanten Bereich noch 50. Ab dem 1. April 09 werden Prüfer unter anderem vom medizinischen Dienst der Krankenversicherung die Altenheime begutachten. Die Ergebnisse werden von den Landesverbänden der Pflegekassen im Internet veröffentlicht, so dass ein Vergleich erfolgen kann.
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Verschlagwortet mit Altenheime, Bewertung, Pflegeversicherungsgesetz
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Zahl der Zwangseinweisungen in die Psychiatrie steit in NRW
Immer mehr Menschen werden in NRW in psychiatrische Krankenhäuse eingewiesen – gegen ihren Willen. Die Zahlen für 2007: 20.380 Personen wurden wergen psychischer Auffälligkeiten in die Psychiatrie übermittelt. Im Jahr 1999 waren es lediglich 16.373. Die Ursachen der Einweisung waren etwa Selbstmordgefahr, völlige Desorientierung oder die Gefährdung Dritter.
Der nordrhein-westfälische Sozialminister hatte im Jahr 2006 das Ziel ausgegeben die Zahl der Zwangseinweisungen zu senken.
Der FDP Gesundheitpolitiker Romberg bemängelt die großen regionalen Unterschiede bei der Zahl der Zwangseinweisungen. Das Ministerium erklärt einen Zusammenhang zwsichen der Anzahl stationärer psychiatrischer Krankenhausbetten und den Zwangseinweisungen: wo es eine ausreichende tagesklinische Versorgung gibt, sinkt die Zahl der Zwangseinweisungen.
Hier die regionalen Zahlen:
In Bochum und Herne wurden nur 27 von 100.000 Bürgern zwangseingewiesen, in Remscheid 333, in Köln 206, in Münster 220, in Bonn 259, in Düren 207, in Borken 53, in Coesfeld 59, in Steinfurt 51 und in Warendorf 59.
Romberg erhob den Verdacht, dass in vielen Regionen freie Bettenkapazitäten ausgelastet werden sollen. Zudem würden sich psychisch Erkrankte nicht trauen in großen Psychiatrischen Krankenhäusern um Hilfe zu bitten.
Gründe für die hohe Zahl der Zwangseinweisungen sind allerdings auch in der Zunahme ältere verwirrter Menschen zu suchen, so Experten.
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Gesundheitsfond
Der Gesundheitsfond soll für mehr Gerechtigkeit sorgen. Es wird allerdings auch teurer. Der ab dem 1. Januar 2009 geltende einheitliche Beitragssatz der Krankenkassen liegt um durchschnittlich 0,6 Prozent über dem bisherigen Durchschnittssatz der Krankenkassen. Als Ausgleich hierfür wurde der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt.
Der Gesundheitsfond ist in seiner Funktion wie folgt ausgestaltet: Alle Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse zahlen einen einheitlichen Beitragssatz von 8,2 Prozent in den gemeinsamen Topf des Gesundheitsfonds. Arbeitgeber bzw. die Rentenkasse gibt 7,3 Prozent des Gehalts bzw. der Rente hinzu. Daneben gibt es einen Staatszuschuss von 4 Milliarden Euro. Aus dem gemeinsamen Topf bekommt jede Krankenkasse pro Versichertem eine Pauschale. Für kranke Versicherte erhält die Krankenkasse darüber hinaus eine Risikozulage.
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Basistarif der privaten Krankenversicherungen
Ab dem 1. Januar 2009 dürfen die privaten Krankenversicherungen niemanden wegen Krankheit oder Alter von einem Versicherungsvertrag ausschließen. Menschen ohne Krankenversicherung, die zuvor privat oder noch nie krankenverischert waren, Selbständige, Beamte sowie freiwillig gesetzlich Krankenversicherte können nun in eine private Krankenversicherung eintreten. Sie können sich dort nach dem Basistarif versichern lassen. Es besteht für die privaten Krankenversicherungen die Pflicht, einen Basistarif anzubieten, der den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entspricht. Der Monatsbeitrag darf dabei höchstens rund 570 Euro betragen.
Die privaten Krankenversicherungen sind mit diesem Basistarif nicht einverstanden, da die private Krankenversicherung dadurch insgesamt teurer wird; sie haben Klage beim Budnesverfassungsgericht eingereicht.
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Verschlagwortet mit Basistarif, private Krankenversicherung
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