Hallo,
ich bin ein wenig fertig, ist alles ganz schön viel die letzten Tage, ich fange einfach mal von vorne an. Jedenfalls hätte ich gerne Rat.
Meine Mama ist seit Jahren Blind. Also ein Prozent auf einem Auge hat sie noch. Das alleine ist nicht das Problem. Sie kann schon lange nicht mehr richtig laufen, ist Diabetikerin (aber nur Tabletten) und ich helfe ihr schon seit Jahren. Dann nimmt sie noch Betablocker und Blutdrucksenker. Und ASS wegen der Durchblutungsstörungen in den beinen.
Sie lebt vom Sozialamt, ich kann nicht arbeiten gehen, habe ein chronisch krankes Kind.
Schon vor 4 Jahren habe ich das erste Mal versucht , eine Pflegestufe zu bekommen. Erfolglos. Das Problem ist auch, sie hat seit Jahren nicht mehr geduscht, oder gebadet, nur waschen. Von der Krankenkasse haben wir einen Wannenlift bekommen, aber da hat sie sich das nicht getraut, weil meine Mama nicht die Beine so hoch bekommt, wegen des Badewannenrandes.
Behördengänge und Sparkasse und so hab ich immer gemacht. Hab Konotvollmacht. Und zu Ärzten fahren tu ich sie auch. Und essen koche ich vor, dann bring ich ihr das und mach s bei ihr warm. Einkaufen und so eben.
Vor 5 Wochen hab ich sie dann im Flur gefunden, sie war gestürzt. War schon Stunden da gelegen. RTW, Krankenhaus, Sprunggelenk gebrochen, Rippenserienfraktur, Gallenentzündung plus Eiter an der Galle (wurde operativ enternt) Lungenentzündung, Nierenentzündung, Blasenentzündung, Nierensteine, Gallensteine. Naja und Prellungen und Abschürfungen.
Der soziale Dienst des Krankenhauses hat Antrag auf Zahlung beim Sozialamt sowie Eilantrag auf Pflegestufe gestellt, denn sie musste dann ins Pflegeheim zur Kurzzeitpflege. Darf noch nicht auftreten. Für mich ganz schlimm , wie ich von dem Mitarbeiter des Sozialamtes behandelt wurde. Nie hat meine Mama was gefordert.
Der Eilantrag auf Pflegestufe wurde abgelehnt!!!!!!!!!!!!
Letzte Woche bekam sie plötzlich Fieber, war plötzlich nicht ansprechbar, konnte Worte nicht finden. War kaltschweissig. Die haben sie ins Krankenhaus bringen lassen, was ja auch richtig war.
Dort war sie dann auch noch mal eine Woche. Sie war dehydriert, obwohl sie wirklich viel getrunken hat. Sie konnte nicht richitg reden, so wie betrunken, sehr mühselig, sie war total durcheinander. Ja, war schlimm.
Das schlimme, so richtig, geredet, hat keiner mit mir, auch nicht mit meiner Mama. Im Krankenhaus war zwar immer ein Arzt als Ansprechpartner, aber ich hab so das Gefühl, der hat mir so richtig nicht Auskunft gegeben.
Also, laut Arztbrief hatte sie einen leichten Schlaganfall, Nierenversagen, Dickdarmentzündung, Schrumpfgalle, Vergiftung durch Medikamtente Blasenentündung.
Sie bekam zweifache Antibiotika. Medikamente wurden umgestellt (also ihre Herzmedis)
Nun seit heute wieder im Pflegeheim. Sie ist nun in einem anderen Zimmer ohne Fernsehehr, (sie mag doch so gerne diese Talksows) und mit einer anderen Frau, die nun wahrlich keine Ansprechpartnerin ist. Die Leitung des Pflegeheimes drängte (wenn auch wirklich sehr freundlich) wegen Bezahlung, ob ich nicht nochmals mit dem Sozialamt reden könnte.
Und die sagen, so lange meine Mama in Kurzzeitpflege sei, würde kein Arzt des MDK zur Begutachtung kommen??
Ich weiß wirklich nicht, was ich noch mache soll. Ich habe wirklich kein Geld.
Wer kann mir sagen, was kann ich noch tun?? Für meine Mutter ist das so ganz schlimm.
Ich danke fürs zuhören. (Lesen)
Liesel

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