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Thema: freiberufliche Krankenpflege

  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Beiträge
    2

    freiberufliche Krankenpflege

    Hallo

    Bin auf der Suche nach Informationen zum Thema freiberufliche Krankenpflege, sollte jemand über Erfahrungen in diesem Bereich verfügen wäre ich für einen Austausch dankbar.

    Gruß René

  2. #2
    Benutzer
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    83
    Hi, freibrufliche Krankenpflege ist ein tod geborenes Kind.
    Du kannst deine Rechnungen nur privat stellen, da du keine Zulassung zu den Pflege u. Krankenkassen hast.
    Das Geld sitzt nicht mehr locker. Ein pflegebedürftiger Rentner kann sich einen privat Pfleger, vom Pflegegeld zu bezahlen, nicht leisten. warum soll er auch, wenn er von einem zugelassen PD versorgt wird und dann die Kombileistung bezieht, die ein vielfaches des Pflegegeldes beträgt?
    Du könntest eine Zulassung als Einzelpflegekraft von den Kassen erhalten. Da zu musst du jedoch für jeden Kunden mit desen Kasse einen neuen Vertrag abschließen. Darfst aber auch nur Grundpflege und Hauswirtschaft so wie Betreuungsdienst erbringen. Behandlungspflege darfst du nicht ausführen.
    Bedenke auch, wie willst du als Einzelkämpfer an 365 Tagen im Jahr tgl. 24 Std. Einsatzbereit sein? Das ist eine der Voraussetzungen um eine Kassenzulassung zu erhalten. Du wirst krank, willst auch einmal in Urlaub, und schlafen willst du natürlich auch einmal.
    Bedenke auch, du musst dich sozial Versichern, Rente, KV u. PV bezahlen. Musst deine EkSt bezahlen. Du brauchst div. Versicherungen wie Betriebshaft, für Arbeitsunfähigkeit, zusätzl. Krankengeldversicherung und vieles mehr. Du müsstest mind. 30-35€ die Stunde verlangen um noch davon leben zu können.
    Du musst dir eine Betriebsnummer beim AA-- Arbeitgeberservice besorgen, benötigst eine IK.Nr u.s.w.
    Frage am besten bei der Zulassungsstelle der AOK nach. Von dort erhälst du eine Liste, auf dieser findest du die Voraussetzungen.
    Rechne einmal von deinem Bruttoumsatz locker 40 % an Betriebsausgeaben ab, wie Gewerbe und Umsatzsteuer. Was dann noch verbleibt, davon sind dann deine Einkommenssteuer, KV,PV, Rente, Krankengeldvers. und so weiter zu bezahlen.
    Jetzt kannst du dir in ungefähr ausrechnen was du mtl. mind. an Bruttoumsatz haben müsstest um überhaupt leben zu können.
    Bitte nicht verwechseln: Bruttoumsatz ist nicht gleich Einahme und oder Gewinn.

    LG
    Geändert von Griesuh (15.07.2010 um 15:18 Uhr)

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    13.07.2010
    Beiträge
    2

    freiberufliche Pflege

    Hallo Griesuh
    erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
    Meine Gedanken gehen eher in die Richtung sich als "Aushilfe" in Kliniken, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten vorzustellen.
    Was hälst Du von diesem Weg. Viele Deiner beschriebenen Probleme fallen weg und wenn ich meine jetzige Klinik sehe besteht eindeutig der Bedarf.

    Gruß René

  4. #4
    Benutzer
    Registriert seit
    07.10.2009
    Beiträge
    57
    Wieso ändert sich etwas weil Du "nur" in Kliniken usw. arbeiten möchtest ?
    Die zahlen Dir z.Bsp. 20-25 Euro/h - je nach Verhandlungsgeschick - aus .Von diesem Lohn darfst Du Deine gesamten NK bezahlen.Der AG braucht für Dich keine Abgaben zahlen.
    Und Du darfst nicht nur für einen AG arbeiten sonst bist Du ganz schnell Deinen Status als Freiberufler los .

    LG

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